Institut für Indologie und Tibetologie
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Projekte

Laufende Projekte

  • Langfristvorhaben im Akademienprogramm: „Buddhistische Handschriften aus Gandhāra: religiöse Literatur an der Schnittstelle von Indien, Zentralasien und China“ (seit 2012; Laufzeit 21 Jahre). Die Entdeckung der ältesten buddhistischen Handschriften – geschrieben vom ersten Jh. v. Chr. bis zum vierten Jh. n. Chr. in der Gāndhārī-Sprache und Kharoṣṭhī-Schrift – hat unser Verständnis dieser formativen Phase des Buddhismus auf eine völlig neue Grundlage gestellt. Ziel des Projektes ist es, die Edition aller bekannten Gāndhārī-Handschriften zu vervollständigen, zur Erstellung eines Gāndhārī-Wörterbuchs beizutragen und eine umfangreiche Historische Grammatik der Gāndhārī-Sprache, eine Paläographie der Kharoṣṭhī sowie eine Geschichte der Literatur und des Buddhismus in Gandhāra zu erarbeiten.
  • DFG-Projekt: „Das Ratnameghasūtra, eine Lehrrede des Mahāyāna-Buddhismus: Die Wiedergewinnung der verloren geglaubten Sanskrit-Fassung“ durch Dr. H. Vinita Tseng (Mai 2016 bis April 2019). Das Ratnameghasūtra, „die Lehrrede (mit dem Titel) Juwelenwolke“, gehört nicht zu den erzählenden Sūtras des Großen Fahrzeugs. Vielmehr bietet es eine umfassende Darstellung der Vorstellungen und Handlungsweisen des Bodhisattva, die in Gestalt von 101 Fragen des Bodhisattva Sarvanīvaraṇaviṣkambhī und den entsprechenden Antworten des Buddha systematisch abgehandelt werden. Daher ist es in der Kommentarliteratur des Mahayana bemerkenswert häufig als kanonische Referenz herangezogen worden. Es ist viermal ins Chinesische und sehr früh auch schon ins Tibetische übersetzt worden, und in beiden Kulturen hat es eine zusätzliche Wirkungsgeschichte entfaltet. Unter den in Tibet bewahrten Sanskrit-Manuskripten ist auch eine Handschrift des Ratnameghasūtra bewahrt. Eine Kopie davon befindet sich im China Tibetology Research Centre in Beijing. Völlig überraschend ist diese Kopie Frau Dr. Tseng im Jahr 2014 zur Verfügung gestellt worden, verbunden mit der Genehmigung, den Text zu publizieren. Ziel des Projektes ist es, auf der Grundlage der (leider unvollständigen) Handschrift und im Vergleich mit den Übersetzungen ins Chinesische und Tibetische eine kritische Edition des Sanskrit-Textes anzufertigen.
  • DFG-Projekt: "Die Stupa-Anlage von Kanaganahalli: kunstwissenschaftliche und religionsgeschichtliche Auswertung der Darstellungen auf dem rituellen Umschreitungsweg" durch Prof. Dr. Monika Zin (ab Februar 2015 bis Januar 2018). Der jetzige Antrag ergänzt das erste Projekt und schließt die Untersuchung der Skulpturen aus Kanaganahalli ab. Untersucht werden die Reliefs, mit denen der untere Teil des Stupa verkleidet war und die der Besucher bei der Umwandlung des Stupa aus nächster Nähe sah. Die Bilder in diesem Bereich zeigen keine Erzählungen, sondern heilige Stätten, die mit der Buddha-Legende verbunden sind. Unter Einbeziehung von Symbolen der Buddha-Präsenz und von Figuren wie nagas und yaksas wird offenbar eine Art "heiliger Geographie" visualisiert, die im Rahmen des Projekts erforscht werden soll. An den vier vorspringenden Plattformen, die um ca. 120 AD am Stupa ergänzt wurden, finden sich Friese mit Szenen aus der Buddha-Legende. Diese insgesamt 32 Szenen sind wichtige Indikatoren für die wechselseitige Beeinflussung zwischen Kanaganahalli und anderen Kunstzentren in Andhra Pradesh. Das Projekt umfasst schließlich die vollplastischen Skulpturen im Bereich des rituellen Umgangs, darunter die Darstellungen der acht zeitlich aufeinanderfolgenden Buddhas unter Einschluss von Maitreya, sowie die ornamentalen Objekte, an denen sich der intensive Austausch mit außerindischen Regionen, vor allem mit Rom, nachweisen lässt. Markantestes Beispiel für diesen im Zuge des Handels zwischen dem Satavahanareich und dem Mittelmeerraum blühenden Austausch ist die Darstellung des buddhistischen Rads der Lehre mit einer Löwenkopf-Nabe, wie sie von den römischen Wagenrädern bekannt ist.
  • DFG-Projekt: „Fragmente aus Werken zum buddhistischen Ordensrecht in der ‚Private Collection in Virginia‘“ durch Dr. Masanori Shono (ab Januar 2015). In einer Privatsammlung in Virginia (USA) befinden sich einzigartige Handschriftenfragmente aus dem Vinaya-vibhanga und dem Vinaya-uttaragrantha. Beide Werke gehören dem kanonischen Regelwerk für den buddhistischen Mönchsorden (Vinaya) an, und zwar in der Fassung der Schule der (Mula)sarvastivadins. Die indischen Originale dieser Werke galten bislang als verloren. Da der Besitzer der Sammlung größten Wert auf Anonymität legt, drohten die Handschriften dauerhaft unzugänglich zu bleiben. Durch einen glücklichen Umstand gelang es jedoch ganz unerwartet, Zugang zu der Sammlung zu erhalten und ausgezeichnete Digitalisate anzufertigen. Ziel des Projekts ist es nun, die Sanskrit-Fragmente erstmals philologisch zu bearbeiten und sie im Vergleich mit ihren chinesischen und tibetischen Übersetzungen sowie den auf Sanskrit erhaltenen Paralleltexten auszuwerten. Damit soll ein Beitrag zur sprachlichen und inhaltlichen Erschließung von Vinaya-vibhanga und Vinaya-uttaragrantha geleistet werden, gleichzeitig aber auch zu Fragen von Genese und Varianz der Vinaya-Texte innerhalb der (Mula)sarvastivada-Schule.
  • „Buddhist Manuscripts of the Schøyen Collection“ (zusammen mit Jens Braarvig, Oslo, Paul Harrison, Stanford, Kazunobu Matsuda, Kyoto, und Lore Sander, Berlin, seit 1997): In den neunziger Jahren des letzten Jahrhunderts gelangten mehrere tausend Fragmente indisch-buddhistischer Handschriften aus Afghanistan auf den europäischen Kunstmarkt. Sie stammen alle aus dem 2. bis 8. Jh. n.Chr. und enthalten überwiegend Werke, deren indisches Original bisher als verloren gegolten hatte. Ein großer Teil dieser Fragmente hat Eingang in eine norwegische Privatsammlung gefunden. Ziel des Projektes ist es, die Handschriften für die Buddhismusforschung zu erschließen. Bisher erschienen: Buddhist Manuscripts in the Schøyen Collection, Vol. I (Oslo 2000), Vol. II (Oslo 2002), Vol. III (Oslo 2006), Vol. IV (in Vorbereitung).

Abgeschlossene Projekte

  • DFG-Projekt "Literargeschichte Tibets im 17. Jahrhundert anhand der Kolophone des tibetischen Historikers A-mes-zhabs Ngag-dbang-kun-dga'-bsod-nams (1597-1659)" (Mai 2000 bis Mai 2003) durch Dr. Jan-Ulrich Sobisch. A-mes-zhabs, ein Vertreter der Sa-skya-pa-Schule, gilt als einer der größten Gelehrten seiner Zeit, wobei er sich insbesondere als Historiograph einen Namen gemacht hat. Sein Gesamtwerk umfaßt die enorme Zahl von über siebenhundert Einzeltiteln. Trotz seiner Bekanntheit sind nur wenige seiner Schriften gedruckt worden, und daher ist das Werk bis heute der wissenschaftlichen Erschließung weitestgehend unzugänglich geblieben. Von einzigartiger Bedeutung sind die Kolophone seiner Schriften, die ungewöhnlich detaillierte Angaben über die verwendeten Quellen enthalten, und zwar nicht nur in deskriptiver, sondern auch in qualifizierender Form. Diese Kolophone dürfen als wahre Fundgrube für den Historiker und den Literaturgeschichtler gelten. Sie liefern einen wertvollen Einblick in die zu Beginn des 17. Jahrhunderts in Sa-skya, einem der bedeutendsten klösterlichen Zentren Tibets, studierte religiöse Literatur. Ziel des Vorhabens ist es, die Angaben in den Kolophonen literarhistorisch auszuwerten und zu einem Gesamtbild zusammenzufügen.
    Abgeschlossen mit der Publikation: Jan-Ulrich Sobisch: Life, Transmissions, and Works of A-mes-zhabs Ngag-dbang-kun-dga'-bsod-nams, the Great 17th Century Sa-skya-pa Bibliophile, Stuttgart 2007 (VOHD, Supplementband 38). IX, 607 Seiten.
  • DFG-Projekt "Neuedition des Sanskrit-Textes des Mahāparinirvāṇasūtra" (zusammen mit Prof. Heinz Bechert) durch Dr. Klaus Wille-Peters. Die Überlieferung vom Lebensende des Buddha ist gleichsam Herzstück der buddhistischen Tradition. Die bisher vorliegende Ausgabe des Mahāparinirvāṇasūtra, eines der großen kanonischen Sutras, d. h. der buddhistischen Lehrtexte des Hinayana-Buddhismus in Sanskrit, ist bereits vor etwa fünf Jahrzehnten erschienen. Nach dem damaligen Forschungsstand konnte nur ein Teil der Handschriften herangezogen werden, da die Turfan-Sammlung und die übrigen Sammlungen zentralasiatischer Handschriften nur unvollständig erschlossen waren. Außerdem war noch nicht hinlänglich bekannt, dass erhebliche Unterschiede zwischen der in Zentralasien überlieferten Sarvāstivāda-Version dieser Texte und der Version in dem Mūlasarvāstivāda-Kanon bestehen. Auch steckte zu jener Zeit die Erforschung des sogenannten buddhistischen hybriden Sanskrit noch in den Anfängen; die Grammatik von F. Edgerton war noch nicht erschienen. Seit August 2001 werden nun die in Zentralasien erhaltenen Sanskrit-Texte dieses wohl bedeutendsten Zeugnisses kanonischer buddhistischer Überlieferung nach dem jetzigen Stand neu ediert.
  • DFG-Projekt "Vom Buddha bekehrt: eine kunst- und literargeschichtliche Studie zur Funktion von Bekehrungsgeschichten in der Buddha-Legende" durch PD Dr. Monika Zin (November 2003 bis Januar 2006). Der Gestalt des Buddha wohnt eine Ambivalenz inne, die sich schon bei seiner Geburt manifestiert: je nach Wahl gilt ihm eine Zukunft als Weltherrscher oder als Buddha vorherbestimmt. Diese Ambivalenz bleibt Bestandteil der Buddha-Legende und zeigt sich in vielen Motiven, die den Topoi der Gestalt des weltlichen Herrschers entlehnt sind. Ein solches Motiv ist das der Unterwerfung; wie bei einem Herrscher die Unterwerfung mächtiger Feinde, dient in der Buddha-Legende die Bekehrung aggressivster und schwierigster Gegner zur Veranschaulichung der spirituellen Macht des Buddha und damit zur Begründung seines religiösen Prestige. Dieser Funktion und ihrer Vermittlung soll nachgegangen werden. Ein Ausgangspunkt sind dabei die bildlichen Darstellungen der Bekehrungsgeschichten; sie sollen vollständig erfaßt und daraufhin untersucht werden, welche Szene(n) aus einer Geschichte bevorzugt abgebildet wurde(n) und ob Form und Auswahl generelle Schlußfolgerungen über die visuelle Konstruktion von religiösem Prestige im alten Indien erlauben.
    Abgeschlossen mit der Publikation: Monika Zin, Mitleid und Wunderkraft. Schwierige Bekehrungen und ihre Ikonographie im indischen Buddhismus, Wiesbaden: Harrassowitz, 2006, VII+225 Seiten, 76 schwarz-weiß Abbildungen, 267 Linienzeichnungen.
  • DFG-Projekt "Die 'Dokumente der Überlieferungslinien' (gsan yig) der Sa-skya-pa: Bedeutung, Struktur, literarische Entwicklung und historisch-biographischer Gehalt" durch Dr. Jowita Kramer (Juli 2004 bis Juni 2006). Obwohl die "Dokumente der Überlieferungslinien (gsan yig)" schon früher als wahre Fundgruben beschrieben und gelegentlich auch in wissenschaftlichen Arbeiten verwendet worden sind, gibt es bislang keine systematische Studie zu diesem einzigartigen Genre der tibetischen Literatur. Von einer solchen Studie sind wesentliche Erkenntnisse über die Struktur der gsan yig und ihre historische Entwicklung zu erwarten, ebenso aber auch über ihre spezifischen Probleme. Indem sie nämlich die Quellen von Gelehrsamkeit und religiöser Praxis einer geistlichen Persönlichkeit verzeichnen, wirken sie prestigebildend, und diese Funktion hat Auswirkungen auf Inhalt und Gestaltung. Exemplarisch sollen zentrale gsan yig der Sa-skya-pa-Tradition bearbeitet werden; dabei soll gleichzeitig eine Datenbank entstehen, die nahezu vollständig die Literatur der Sa-skya-pa dokumentiert und Auskunft über eine Vielzahl von Gelehrten und Meistern dieser Tradition gibt, über die bisher wenig oder gar nichts bekannt war.
    Das Projekt ist mittlerweile abgeschlossen und in einer Datenbank dokumentiert.
  • DFG-Projekt "Erzählung und Bild: Eine Untersuchung der Reliefs der Amarāvatī-Schule im Vergleich mit der literarischen Überlieferung" (Februar 2006 bis August 2010). Nach gängiger Ansicht folgt die Kunst von Amarāvatī (1. Jh.v.Chr. - 4. Jh.n.Chr.) der Theravāda-Tradition. Diese angenommene Abhängigkeit vom südlichen Buddhismus beruht freilich nicht auf den geographischen oder kulturellen Gegebenheiten, sondern nur auf der Grundannahme von C. Sivaramamurti, dem Verfasser der 1942 erschienenen Standardpublikation.Er hat die Reliefs anhand der Pali-Texte identifiziert und die zahllosen Diskrepanzen zwischen Erzählung und Bild als Eigenheiten der Künstler erklärt. Im Projekt sollen die Reliefs systematisch analysiert, identifiziert und neu publiziert werden. Vorarbeiten zeigen, dass sie sich ohne Rückgriff auf "künstlerische Eigenheiten" viel besser anhand der Texte des nördlichen Buddhismus erklären lassen.
  • DFG-Projekt „Versenkung und Askese: Eine neue Sanskrit-Quelle zur Buddha-Legende“ durch Liu Zhen, M.A. (Oktober 2007 bis Juli 2008). Die Lebensbeschreibung des Buddha folgt bestimmten Formen der Hagiographie. So ist sie durch charakteristische Wendepunkte segmentiert. Einen solchen Punkt markiert die Erleuchtung, mit der die spirituelle Wirksamkeit beginnt. Ein anderer, früherer Einschnitt erfolgt, als der Prinz seinen Status aufgibt und den Palast verlässt. Damit beginnt die Phase der spirituellen Suche; hier erprobt der Buddha verschiedene Versenkungsformen und extreme Askesepraktiken. Als diese Praktiken sein Leben bedrohen, erfolgt ein weiterer Einschnitt, nämlich die Abwendung von der Askese, und damit wird die Phase der spirituellen Suche abgeschlossen. Für diesen Abschnitt liegt nun eine neue kanonische Quelle vor, in welcher der Buddha in autobiographischer Form rückblickend von seinen Versenkungs- und Askeseübungen berichtet. Die Quelle soll sprachlich und inhaltlich erschlossen, mit den Parallelüberlieferungen verglichen und in ihrem spezifischen Beitrag zur Konstruktion der Hagiographie des Buddha untersucht werden. Abgeschlossen mit der Publikation Liu Zhen: Chanding yu kuxiu: dhyānāni tapaś ca. Guan yu fozhuan yuanchu fanben de faxian he yanjiu, Shanghai: Shanghai guji chubanshe, 2010.
  • Projekt der Fritz-Thyssen-Stiftung "Geographie der Sprachen und Literaturen des Hindi in Literaturgeschichten des 19. und 20. Jahrhunderts" durch Dr. Ira Sarma (Oktober 2008 bis Mai 2011). Ziel des Projektes ist es, die linguistische und literarische Landschaft des Hindi - der offiziellen Nationalsprache der Indischen Union - aus der Sicht der Literaturgeographie neu zu lesen, um auf diese Weise die Beziehung zwischen der Produktion von Texten und ihrer materiellen geographischen Umgebung, wie sie in den Literaturgeschichten impliziert ist, sichtbar und somit analysierbar zu machen. Die Geographie der Literatur liegt in jeder historiographischen Darstellung verborgen: in den Zuschreibungen von Schriftstellern, Texten und Institutionen zu einzelnen Regionen und Orten oder der Beschreibung von Wanderungen von Genres und Autoren. Die Offenlegung dieser räumlichen Muster wird uns neue Einblicke in die Prozesse literarischer Produktion verschaffen, einschließlich beispielsweise räumlicher Hierarchien, die das literarische Feld beherrschen. Durch Betrachtung der Weise, in der Literatur im Raum lokalisiert ist und sich in ihm bewegt, werden wir ein tieferes Verständnis des am Schnittpunkt von literarischer Kultur und Gesellschaft wirksamen Prozesses gewinnen.
  • DFG-Projekt (zusammen mit den indologischen Instituten in Bonn und Halle:) „South Asia Research Documentation Services 3 (SARDS 3)“ durch Oliver von Criegern, M.A., und Ralf Kramer zur Vervollständigung der bibliographischen Datenbank SARDS2 für den Zeitraum 1797-2000 (ab Januar 2009 bis Februar 2012). SARDS3 ist eine Online-Datenbank bibliographisch unselbständiger Forschungsliteratur auf dem Fachgebiet Indologie und Südasienwissenschaften, die mit Mitteln der Helmuth von Glasenapp-Stiftung, des Landes Sachsen-Anhalt und der Universität Halle-Wittenberg aufgebaut wurde. Sie enthält ca. 67.000 jeweils durch mehrere Schlagwörter erschlossene Artikel und Abhandlungen, die zwischen 1797 und 2007 in über 950 Periodika und Sammelschriften erschienen sind. Im Rahmen des Projektes wurde die bestehende Datenbank durch die Erfassung von ca. 26.000 noch fehlenden Datensätzen retrospektiv bis zum Jahr 2000 vervollständigt. Diese Datenbank kann über die Seite http://www.sards.uni-halle.de/sards/ aufgerufen werden.
  • DFG-Projekt: „Die Stupa-Anlage von Kanganhalli: kunstwissenschaftliche und religionsgeschichtliche Auswertung der rund sechzig neu entdeckten Reliefs“ durch Prof. Dr. Monika Zin (ab August 2010 bis Januar 2015). Die erst vor wenigen Jahren entdeckte buddhistische Stupa-Anlage von Kanganhalli (Indien, Bundesstaat Karnataka, Dist. Gulbarga) wurde wohl zwischen dem 1. Jh. v. Chr. und dem 3. Jh. n. Chr. erbaut. Sie zählt zu den großartigsten archäologischen Fundstätten des 20. Jh. in Indien. Die Kuppel des Stupa war mit rund sechzig großenteils gut erhaltenen Reliefplatten von ca. 3 m Höhe bedeckt, die Szenen aus dem Leben des Buddha und aus seinen Vorgeburtsgeschichten enthalten. Der Fund ist noch unveröffentlicht; seine Bearbeitung wird u. a. von den Archäologen für die Rekonstruktion der Kuppel benötigt, denn der Stupa soll in den nächsten Jahren wieder aufgebaut werden, um der Region als touristische Attraktion zu dienen.